Sprache wählen

Tutorial

DPI erklärt: Finde die richtige Einstellung für Deinen Laser

Höherer DPI bedeutet nicht bessere Qualität. Lerne, wie Du den optimalen Wert für Deine spezifische Maschine findest.

Keine Lust zu lesen? Hier die Kurzfassung:

Für die meisten Diodenlaser ist 254 DPI ein sicherer Ausgangspunkt. Wenn Deine Gravuren verwaschen aussehen oder sichtbare Linienlücken haben, lies weiter, um den perfekten Wert einzustellen.

Was ist DPI?

DPI steht für "Dots Per Inch" und gibt Deinem Laser an, wie viele Linien pro Zoll Material graviert werden sollen. Eine höhere Zahl bedeutet engere Linienabstände; eine niedrigere Zahl bedeutet weitere Abstände.

Der Haken: Dein Laserstrahl hat eine physische Größe. Wenn Du Linien enger zusammenpackst als Dein Strahl breit ist, überlappen sie sich. Wenn Du sie zu weit auseinander setzt, entstehen Lücken. Das Ziel ist, Deine DPI-Einstellung an Deine tatsächliche Strahlgröße anzupassen – sodass sich die Punkte gerade eben berühren, ohne zu überlappen.

Warum ist das wichtig?

Falscher DPI beeinflusst nicht nur die Qualität - er kann Deine Arbeit komplett ruinieren.

DPI zu hoch

Linien überlappen sich, was zu übermäßigem Hitzestau führt, der feine Details auswäscht und Kanten verbrennen kann. Die Gravur wirkt matschig und dauert viel länger.

DPI zu niedrig

Zwischen den Linien entstehen Lücken, die sichtbare horizontale Streifen erzeugen. Verläufe wirken streifig statt glatt. Das Bild wirkt unfertig.

DPI genau richtig

Linien berühren sich perfekt ohne Überlappung. Maximale Detailtreue, glatte Verläufe, saubere Kanten und effiziente Verarbeitungszeit.

Was ist Scan Gap?

Scan Gap und DPI sind zwei Arten, dasselbe auszudrücken. DPI gibt an, wie viele Linien in einen Zoll passen. Scan Gap gibt den Abstand zwischen diesen Linien in Millimetern an.

Beispiel: 254 DPI bedeutet 254 Linien pro Zoll, was einem Scan Gap von 0,10 mm zwischen den Linien entspricht. Wenn der Laserpunkt Deines Lasers 0,10 mm im Durchmesser misst, ist das Deine ideale Einstellung - die Punkte berühren sich perfekt.

Die Umrechnung ist einfach: Scan Gap (mm) = 25,4 / DPI. Du musst Dir das nicht merken - die Tabelle unten hat alles fertig berechnet.

So findest Du Deinen optimalen DPI-Wert

Option A

Manuell messen

Der traditionelle Ansatz gibt Dir präzise Kontrolle.

  1. Spiegel ausrichten – Strahl trifft in allen Ecken denselben Punkt
  2. Fokus finden – Ramp-Test für kleinsten Punkt
  3. Testpunkt feuern – Einzelpuls auf Acryl
  4. Messen – Messschieber für Durchmesser verwenden
  5. DPI nachschlagen – Tabelle unten verwenden

DPI-Nachschlagetabelle

Finde Deine gemessene Spotgröße und lies den empfohlenen DPI-Wert ab. Die Farbkodierung zeigt typische Anwendungsfälle.

Empfohlener DPI-Wert:
Sweet Spot Ideal für die meisten Fotogravuren
Feines Detail Erfordert präzises Equipment
Extrem Meist übertrieben, Verbrennungsgefahr
Spotgröße (Zoll) DPI
0.0079127
0.0075134
0.0071141
0.0067149
0.0063159
0.0059169
0.0055181
0.0051195
0.0047212
0.0043231
0.0039254
0.0035282
0.0031318
0.0028363
0.0024423
0.0020508
0.0016635
0.0012847
0.00081270

Häufige Fehler, die Du vermeiden solltest

"Höher ist besser"

Die DPI auf 1000 hochzudrehen, wenn Dein Strahl nur 300 auflösen kann, bringt kein zusätzliches Detail – es überlappt nur Linien, verschwendet Zeit und überhitzt Dein Material.

DPI pro Projekt ändern

Sobald Du Deine optimale DPI gefunden hast, bleib dabei. Die Punktgröße Deines Lasers ändert sich nicht zwischen Projekten.

Den Fokus-Check überspringen

Deine Spotgröße hängt vom korrekten Fokus ab. Überprüfe den Fokus immer, bevor Du misst oder testest.

Zusammenfassung

Deine optimale DPI hängt von der physischen Punktgröße Deines Lasers ab. Miss sie einmal, schlage die DPI nach und verwende diesen Wert für alle Deine Fotogravuren. Wenn Du nicht messen möchtest, sind 254 DPI ein guter Ausgangswert für die meisten Diodenlaser.

Bereit, Deine Einstellungen zu testen?

Nutze den DPI-Test von ImagR, um Deinen optimalen Wert ohne manuelles Messen zu finden.

Toolset öffnen